Achillodynie

Nach wie vor stellt die Achillodynie mit all ihren Erscheinungsformen eine Herausforderung in Diagnostik und Therapie und das nicht nur bei den Sportlern dar. Unter der Achillodynie im engeren Sinne versteht man eine Druck- und Ruhe- beziehungsweise Belastungsschmerzhaftigkeit der Achillessehne und/oder ihres Gleitgewebes (Paratenon) zwei bis sieben Zentimeter oberhalb ihres kalkanearen Ansatzes. Die Schwierigkeit besteht darin, die vielfältigen Differenzialdiagnosen abzuwägen.

Es werden primäre Ursachen (Idiopathisch, nach Voroperationen an der Achillessehne, Paratendinitis) von sekundären Ursachen (Hallux rigidus, Innenrotationsfehler der Hüftgelenke, Achsabweichungen der Beine, bei Knorpelschäden des Sprunggelenkes, bei Bandinstabilität des oberen Sprunggelenkes) unterschieden. Weiterhin bestehen sogenannte Pseudoachillodynien bei Schleimbeutelentzündungen (Bursitis subachillae), hinterem Fersensporn (Haglund – Exostose), symptomatischem Os peroneum, Entzündungen der Tibialis posterior und Flexor hallucis longus Sehnen, Stressfrakturen des Fusses um die wichtigsten zu nennen.
Dementsprechend vielgestaltig sind therapeutische Ansätze. Die folgenden therapeutischen Ansätze werden je nach Diagnose bei uns durchgeführt.

Konservativ funktionell:

  • Einlagenverordnung mit Präferenz des sensomotorischen Konzeptes
  • Funktionelle Bandagen
  • Oberflächenlaserbehandlung
  • Stosswellentherapie
  • Infiltrationsbehandlungen
  • Medikamentöse Therapie

Operativ:

  • Achillessehnenkalk – Entfernung
  • Korrektur der knöchernen Fehlstellungen (Fuss oder Beinachse)
  • Minimalinvasive Operationstechniken (endoskopische Schleimbeutel (Bursektomie) Entfernung oder Haglundabtragung)
  • Sanierung von Gelenkknorpelschäden des oberen und unteren Sprunggelenkes
  • Rekonstruktion des Bandapparates am Sprunggelenk